TankstellenErtrag
TankstellenErtrag · Praxiswissen

Welche Warengruppen bringen im Tankstellenshop wirklich Ertrag?

Getränke, Backshop, Kaffee, Süßwaren und viele weitere Sortimente tragen auf unterschiedliche Weise zum Shopgeschäft bei. Für eine wirtschaftliche Betrachtung reicht es deshalb nicht, nur den Gesamtumsatz anzusehen.

Der Gesamtumsatz versteckt Unterschiede

Ein Tankstellenshop kann einen hohen Umsatz erzielen, obwohl sich die einzelnen Warengruppen sehr unterschiedlich entwickeln. Eine Gruppe kann viel Umsatz erzeugen, während eine andere einen kleineren Umsatz, aber eine andere Margenstruktur aufweist.

Deshalb lohnt sich der Blick unter die Gesamtzahl: Welche Gruppen verändern sich? Welche Gruppen tragen welchen Anteil zum Umsatz und Rohertrag bei? Und wo haben sich Margen oder Schwund verändert?

Welche Warengruppen können betrachtet werden?

GetränkeUmsatz, Marge und Entwicklung im Zusammenhang betrachten – insbesondere bei Veränderungen des Sortiments oder der Preise.
BackshopUmsatz und Marge gemeinsam mit Abschriften und dem zeitlichen Verlauf betrachten.
KaffeeAls eigene Warengruppe betrachten, wenn die Station dafür ausreichende Daten erfasst.
SüßwarenEntwicklung und Ertragsstruktur im Verhältnis zum Umsatz betrachten.
Weitere SortimenteLebensmittel, Drogerie, Spielzeug, Eis, Zubehör und weitere Gruppen können je nach Station relevant sein.

Umsatz und Marge gemeinsam betrachten

Eine Warengruppe mit hohem Umsatz ist nicht automatisch die wirtschaftlich interessanteste Gruppe. Umgekehrt ist eine kleine Warengruppe nicht automatisch unwichtig.

Eine sinnvolle Betrachtung verbindet deshalb mindestens Umsatz, Wareneinsatz beziehungsweise Rohertrag und Marge. Zusätzlich kann die Entwicklung über mehrere Monate wichtige Hinweise geben.

BeispielWenn der Umsatz einer Warengruppe steigt, gleichzeitig aber ihre Marge sinkt, lohnt sich eine genauere Prüfung. Die Kennzahlen zeigen die Veränderung – die Ursache muss anschließend geprüft werden.

Auch der Umsatzanteil ist interessant

Warengruppen tragen unterschiedlich stark zum Gesamtumsatz bei. Der Umsatzanteil kann helfen, die Bedeutung einer Gruppe für den Shop einzuordnen.

Für die wirtschaftliche Bewertung sollte er aber nicht isoliert verwendet werden. Eine Gruppe mit kleinerem Umsatz kann aufgrund ihrer Margenstruktur oder Entwicklung trotzdem ein relevantes Prüffeld sein.

Was passiert, wenn sich das Sortiment verändert?

Veränderungen im Sortiment können die Gesamtkennzahlen eines Shops beeinflussen. Wenn sich beispielsweise der Anteil einzelner Gruppen am Gesamtumsatz verschiebt, kann sich auch die Gesamtmarge verändern, obwohl sich innerhalb einzelner Gruppen wenig geändert hat.

Deshalb ist bei Monatsvergleichen immer die Frage interessant: Hat sich nur eine Kennzahl verändert – oder hat sich auch die Zusammensetzung des Shops verändert?

Warengruppen sind Prüffelder, keine Schulnoten

Eine wirtschaftliche Analyse sollte Warengruppen nicht pauschal als „gut“ oder „schlecht“ bewerten. Entscheidend sind die Ziele der jeweiligen Station, die Entwicklung und die vorhandenen Rahmenbedingungen.

Eine Auffälligkeit kann Anlass für eine Prüfung sein. Sie ist noch keine fertige Handlungsempfehlung und schon gar kein Beweis für eine bestimmte Ursache.

Von der Warengruppe zur konkreten Maßnahme

Eine praktische Reihenfolge kann sein:

  1. Warengruppe mit relevanter Veränderung erkennen
  2. Umsatz und Marge vergleichen
  3. Entwicklung zum Vormonat oder Vorjahr betrachten
  4. Schwund und Abschriften prüfen, sofern vorhanden
  5. Sortiment, Preise und Abläufe vor Ort prüfen
  6. Maßnahme definieren und Wirkung im Folgemonat kontrollieren

Genau hier setzt TankstellenErtrag an

TankstellenErtrag betrachtet den Shop nicht nur als eine große Umsatzsumme. Die Monatsanalyse macht Warengruppen, Margen, Schwund und Entwicklungen sichtbar und führt von auffälligen Zahlen zu konkreten Prüffeldern.

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